Stuttgart 21 - koste es, was es wolle?

03.09.2009: Das Rechtsgutachten des BUND legt den Finger in die Wunde - die Kosten des Projekts Stuttgart 21. Die Bahn muss endlich das Gegengutachten zu den Kosten von Stuttgart 21 veröffentlichen.

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Grünen und Bundestagskandidat im Wahlkreis Stuttgart I kommentiert das vom BUND vorgelegte Rechtsgutachten zu Stuttgart 21: "Das Rechtsgutachten legt den Finger in die Wunde - die Kosten des Projekts Stuttgart 21." Das Gutachten belege, dass die Bahn verpflichtet ist, die Öffentlichkeit endlich über die Baukosten von Stuttgart 21 aufzuklären.

Özdemir: "Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für ein öffentliches Unternehmen. Geschäftsgeheimnisse werden hier offensichtlich nur vorgeschoben, um die Bevölkerung über explodierende Kosten im Unklaren zu lassen."

Angesichts der Defizite in den öffentlichen Kassen müssten jetzt endlich die wirklichen Zahlen auf den Tisch - und nicht irgendwelche Platzhalter, die mit der Realität von Großbauprojekten und damit verbundenen Kostensteigerungen nichts zu tun haben.

Özdemir kündigt an, keine Ruhe zu geben, bis die Öffentlichkeit über die wirklichen Kosten von Stuttgart 21 und den damit verbundenen finanziellen Risiken informiert wird. Denn eines sei klar: "Angesichts von Haushaltssperren und hoher Staatsverschuldung können wir uns solche unsinnigen Milliardenprojekte nicht leisten, ohne bei anderen, allerdings wesentlich wichtigeren und sinnvolleren Zukunftsinvestitionen extrem zu kürzen."

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