Vorrang für die Schiene - Tiefbahnhof auf die hinteren Plätze
07.09.2009: Die Neubaustrecke von Stuttgart nach Ulm und der Tiefbahnhof lassen sich nicht zusammen finanzieren. Wenn dem Tunnelbahnhof der Vorzug gegeben würde, landet die Schnellbahntrasse auf unabsehbare Zeit auf dem Abstellgleis.
Als "richtige Schwerpunktsetzung" bewertete der Bundesvorsitzende und grüne Bundestagskandidat in Stuttgart, Cem Özdemir, die Aussage von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, an der geplanten ICE-Neubaustrecke zwischen Stuttgart und Ulm festhalten zu wollen.
Es sei allerdings auffällig, dass sich der Verkehrsminister mit keinem Wort zum geplanten Tiefbahnhof geäußert habe. "Offenbar ist sich auch die Bundesregierung im Klaren darüber, dass nicht beide Projekte - die Neubaustrecke und der Tiefbahnhof - gleichzeitig zu verwirklichen sind", sagte Özdemir.
Özdemir begrüßte, dass Tiefensee dem Streckenausbau Vorrang vor dem Bahnhofsneubau einräume: "Beide Projekte zusammen lassen sich nicht finanzieren. Wenn dem Tunnelbahnhof der Vorzug gegeben würde, landet die Schnellbahntrasse auf unabsehbare Zeit auf dem Abstellgleis."
Özdemir betonte, dass seine Partei den Neubau der Ulmer Strecke immer befürwortet habe: "Die Schiene hat für uns Vorrang." Das gelte aber auch für viele weitere Bahnstrecken im Land, deren Bestand durch die Stuttgarter Bahnhofspläne gefährdet sei. "Es wäre doch absurd, wenn Reisende im Stuttgarter Tiefbahnhof 4 Minuten Zeit sparen, um sie jenseits der Vorzeigestrecken auf dringend sanierungsbedürftigen Bahngleisen wieder zu vertrödeln."










