Grünes Licht für Elektromobilität

17.09.2009: Zur Eröffnung der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt erklärt Cem Özdemir, Direktkandidat für den Wahlkreis Stuttgart I:

"Nach der Abwrackprämie ist vor dem Kater. Der IAA und dem VDA ist deshalb gerade noch zur rechten Zeit ein grünes Licht aufgegangen: die Zukunft heißt Umwelttechnologie und Elektromobilität. Wenn sie "made in Germany" sein soll, müssen die deutschen Automobilhersteller mehr Gas geben. Die Japaner haben derzeit die Pole Position. Wie schon beim Hybrid. Auch Daimler kommt endlich aus den Puschen und zeigt mit mehreren Modellen - von der neuen Hybrid S-Klasse bis zum Elektro-Smart - dass beides zusammen geht: emissions-arm und attraktiv.

Für die tausenden Mitarbeiter der Automobilhersteller und ihrer Zuliefererbetriebe die derzeit in Kurzarbeit sind, sind das gute Signale. Umweltfreundliche Autos sind ein Zukunftsmarkt mit großen Exportchancen, das beweisen die Absatzzahlen von Konkurrenten wie Toyota, die schneller als deutsche Produzenten bezahlbare Hybridautos auf die Straße gebracht haben. Und die Nachfrage wächst weiter. 70% der Deutschen wünschen sich nach Umfragen ein breiteres Angebot an sauberen Autos.

Es bleibt noch viel zu tun, denn die meisten auf der IAA gezeigten "Stromer" werden frühestens in einigen Jahren auf dem Markt sein und sind - wie auch andere innovative Antriebe - im Vergleich zu konventionellen Autos immer noch zu teuer. Die Erfahrungen von der IAA 2007 haben gezeigt, dass viele innovative Modelle nie zur Serienreife gelangen, weil Hersteller das Risiko scheuen. Deshalb muss die Politik der Entwicklung den Weg ebnen, statt ihr wie bisher hinterherzulaufen. Sie muss klare Rahmenbedingungen und mutige Anreizprogramme schaffen. Striktere CO2-Grenzwerte und ein Zuschuss von 5000 Euro für den Kauf von Elektroautos wären Schritte in die richtige Richtung, damit wir auf der nächsten IAA noch mehr Zukunft "made in Germany" sehen."

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