Europa und die Türkei
29.06.2005: Grüne begrüßen Initiative für einen Dialog der Zivilgesellschaften
Zur heutigen Vorstellung des Verhandlungsrahmens der Kommission für die Türkei erklärt Cem Özdemir, Mitglied der EU-Türkei-Delegation:
Der vorgeschlagene Verhandlungsrahmen entspricht den bisherigen EU-Beschlüssen und somit den Erwartungen. Das ist ein gutes Signal und zeigt, dass die EU zu ihren Zusagen stehen will.
Die wohl beste Idee der Kommission ist die Initiative für einen europäisch-türkischen Kulturdialog auf zivilgesellschaftlicher Ebene. Denn noch immer wissen wir zu wenig von unserem Nachbarn Türkei und ebenso weiß auch die türkische Bevölkerung noch zu wenig über die EU.
Wenn wir die Erweiterung besser vermittelt wollen, müssen wir auf diese zwischen-gesellschaftliche Annäherung setzen, um Vorurteile und Ängste im Vorfeld abzubauen. Das Spektrum dieses gesellschaftlichen Dialogs und Austauschs muss jedoch breit angelegt werden.
Die Türkei ist daran interessiert, ihre Gesellschaft und Kultur in der EU besser zu vermitteln. Deshalb verwundert es, dass es bislang kein türkisches Kulturinstitut im Ausland, analog etwa zu den Goethe-Instituten, gibt. So böte die Gründung eines 'Yumus Emre' Kulturinstituts der Türkei die große Chance, sich Europa zu öffnen und ihr Image zu verbessern.










