12. Jahrestag des Anschlags auf Aleviten in Sivas
30.06.2005: Museum als Geste der Versöhnung
In der heutigen Pressenkonferenz zum 12. Jahrestag des Anschlags auf Aleviten in der türkischen Stadt Sivas, erklärte Cem Özdemir, Mitglied der EU-Türkei-Delegation:
Jedes Jahr gedenken die Aleviten der furchtbaren Ereignisse von Sivas. Jedes Jahr warten sie vergeblich auf eine Geste des türkischen Staates, die ihr Leid anerkennt. Das Hotel ist heute ein Döner Kebap-Laden, nichts erinnert an die Tragödie der Aleviten.
Es wäre ein wichtiges Zeichen, das endlich zu ändern und das Gebäude für ein Museum zu nutzen. sollte sowohl ein Ort des Gedenkens, aber vor allem ein Ort der Versöhnung für Türken aller Glaubensrichtungen und ein Symbol des Neuanfangs in der Türkei sein.
Die Europäische Alevitische Konföderation hat bereits breite Unterstützung für diesen Plan. Doch bislang fehlt ein Zeichen des Respekts und der Verständigung durch den türkischen Staat. Hier wäre eine gute Gelegenheit für einen Anfang.
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Hintergrund: Damals, am 2. Juli 1993, setzte als ein fanatisierter, von radikal-islamischen Eiferern aufgehetzter Mob das Hotel Madimak in Brand, in dem ein alevitisches Kulturfest stattfand. Die Polizei griff viel zu spät ein, die Feuerwehr ließ auf sich warten. So starben 37 Menschen, darunter Künstler, Schriftsteller, aber auch Studenten und Schüler.










